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Es war Ende August und ein ganz normaler Wocheneinkaufstag für uns. Wir machten uns auf den Weg zum Wochenmarkt und den Gemüsehändler unseres Vertrauens. Dabei stellten wir fest, dass bereits Kürbisse aus eigenem Anbau zum Verkauf angeboten wurden. Wir waren etwas überrascht um die Zeit bereits Kürbisse zu sehen, aber daraufhin sprachen wir den Eigentümer des Standes – Herr Naumann – gleich an. Er hatte kein Problem damit, dass wir das Kürbisfeld filmen bzw. fotografieren wollten, aber er meinte wir müssten uns beeilen. Das Feld werde schon bald abgeerntet sein. Das hatte uns wirklich überrascht, denn wir waren davon ausgegangen, dass die Kürbiszeit und damit Ernte und Verkauf erst noch losgehen! Damit hatten wir nicht gerechnet, aber es vergingen noch ein paar Tage bis wir erst Mitte September hinkommen konnten. Herr Naumann warnte uns schon vor, dass nicht mehr viel stehen würde. Auf den ersten Blick war das Kürbisfeld tatsächlich nur noch spärlich übersät mit ein paar nicht mehr ganz so schönen Kürbissen, aber wir dachten uns: Wir brauchten ja auch nur einen! Beim näheren Betrachten, fanden sich auch noch ein paar schöne Exemplare und so erstellten wir die Zeitraffer und fotografierten. Nach 2 Std. kurz vor Sonnenuntergang machten wir uns zurück auf den Heimweg.

Bis zur Zubereitung vergingen ein paar Tage. Mitte Oktober war die Zeit günstig: Wir hatten Urlaub, Zeit und unser eigener Slider war gerade mit der Post angekommen! Bis jetzt hatten wir alles stationär gefilmt und gezeitraffert. Mit Ausnahme der Essenszubereitung des Spargelflammkuchens und unseren Aufnahmen von den Kürbissen, da hatte uns freundlicherweise ein Kollege seinen selbstgebauten Slider ausgeborgt. Vielen Dank an der Stelle noch mal an Johannes!

Bei der ersten Szene – das Schneiden des Kürbis‘ – sollte die Kamera senkrecht von unten nach oben fahren. Wir überlegten lange wie wir Slider und Kamera wackelsicher senkrecht an eine leere Wand befestigen sollten. Schließlich fixierten wir den Slider oben mit einem Stück Metall, dass wir zwischen Wand und Hängeschrankrückwand feststeckten. Das funktionierte wirklich super! Der zweite Teil – das Kochen und Pürieren – wollten wir senkrecht nach unten zeitraffern. Die Kamera war irgendwann mit Stativ kurz unter der Decke befestigt. Linda fing an mit Kochen… das funktionierte auch ganz gut. Nach kurzer Zeit hatten wir aber doch bedenken, ob das Objektiv irgendwann vom immer stärker werdenden Wasserdampf beschlägt. Also holten wir den Fön und pusteten 10 min lang den Dampf weg. Dann mussten wir nur noch die Suppe pürieren und die Zubereitung war im Kasten.

Für die Essenszene brauchten wir 3 Anläufe. Nach dem Ersten Durchgang fiel uns beim Durchspulen im Kameradisplay auf, dass das Wegessen der dickflüssigen Kürbissuppe nicht besonders gut aussah. Wir wollten, dass es von allen Seiten langsam nach unten sinkt und nicht Stück für Stück vom Tellerboden weggelöffelt wird. Also verdünnten wir sie etwas. Der zweite Versuch war zwar schon besser aber immer noch nicht optimal. Nach einer zweiten Verdünnung, dem dritten Versuch und einem vollgestopften Robert war die Szene dann so wie wir sie haben wollten!

 


1. Versuch

2. Versuch

3. Versuch
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Zeitraffer-Wettbewerb „4 Jahreszeiten“ – Making-of | Teil 4: Kürbissuppe
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Ein Kommentar zu “Zeitraffer-Wettbewerb „4 Jahreszeiten“ – Making-of | Teil 4: Kürbissuppe

  • 19. Mai 2017 um 11:47
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    Und wieder sehr schöne Fotos! Super! 😀

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