Ecuador | Antisana Reservat & Nebelwald

Quadrat

Naturreservat Antisana

Auf dem Weg ins Antisana Naturreservat, regnete es in Strömen. Je höher wir kamen desto mehr ging der Regen in Schnee über. In der weiten kargen Landschaft erblickten wir einige Streifenkarakaras die vor dem weißen Schnee deutlich herausstachen. Außerdem begegnete uns ein Ibis, ob es allerdings der selten anzutreffende Brillenibis war, wissen wir nicht. Unser Ziel war der Mica See inmitten der typischen Páramo Vegetation. Je älter der Tag wurde, desto schneller schmolz der Schnee.

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Streifenkarakara
Streifenkarakara
Ibis
Ibis

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Mica See
Mica See
Antisana Naturreservat
Antisana Naturreservat

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Guango Lodge im Nebelwald

Von den Bergen ging es wieder ein kleines Stück hinunter in den Nebelwald von Ecuador. Das ist ein Regenwald nur in höheren Lagen. Hier, wie sollte es auch anders sein, hatten wir fast 3 Tage Dauerregen. Die gesamte Umgebung hing voller Wolken und Nebelschwaden und es gab wilde Wasserfälle die ins Tal hinunterstürzten. Die Vegetation war außergewöhnlich, auf den Ästen wuchsen Moose, Orchideen und Bromelien. Das Highlight waren natürlich die vielen verschiedenen Kolibris. Sie hatten unterschiedlichste Schnäbel, Farben und Formen. Allerdings war das Fotografieren nicht so einfach. Wir mussten viel Geduld aufbringen um an ein paar gute Fotos zu kommen. Ziemlich lästig war auch, die Kameras ständig vor dem Regen zu schützen. Vor allem als wir einen Zeitraffer anwarfen und der Regen stärker und stärker wurde. Zum Glück lieh die Lodge Gummistiefel aus, so blieben wir wenigstens trocken, auch wenn wir mit den Füßen im Boden versanken.

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Ein ganz besonders hübscher Vogel war der Türkishäher. Das ist eine Rabenart im blauen Federkleid. Vor allem in den frühen Morgenstunden konnten wir sie nahe der Lodge sehen, wo sie auf der Suche nach Motten waren. Aber auch am Tag beobachteten wir sie im Wald.

Türkishäher
Türkishäher

Nun neigte sich unsere Reise dem Ende zu. Wir haben Einiges erlebt und nehmen viele neue Eindrücke mit nach Hause. An kaum einem Ort auf der Welt lässt sich die Natur in ihrer ursprünglichen Form so nah erleben wie auf den Galapagos Inseln. Aber auch Ecuador mit seiner abwechslungsreichen Vegetation hat sehr viel zu bieten. Wir sind jedenfalls begeistert. Ob Andenhochland oder Regenwald, so viele unterschiedliche Klimazonen auf relativ kleinem Raum sind beeindruckend. Wir fahren mit einer großen Portion Ehrfurcht vor der Natur nach Hause.

Bye bye Ecuador, bye bye Quito
Bye bye Ecuador, bye bye Quito

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Kommentar

2 Kommentare zu „Ecuador | Antisana Reservat & Nebelwald“

  1. Antworten

    Liebe Linda, lieber Robert! Es war ein sehr interessanter Reisebericht. Auch die Fotos waren sehr schön! Einfach herrlich! Man konnte sich richtig in die Orte reinversetzen, die ihr beschrieben und fotografiert habt. Danke für den tollen Reisebericht! 🙂

  2. Antworten

    Was dem ersten Bild an Kontrast und Tiefe fehlt kompensiert ihr um astronomische Einheiten anhand der Anderen. In diesem Beitrag sind irre gute Aufnahmen dabei. Zum Beispiel stimmt beim Türkishäher nicht nur der Ausdruck des Fliegers selbst, sondern ebenso Schnitt, Kontrast und Farbe. Zwar sind scheinbar ISO und Schärfe nicht optimal aber sicherlich unter den gegebenen Umständen mehr als verzeihlich. In einer anderen Liga spielen die grünen Kolibris darüber. Zwar ist auf einem Bild das Federkleid beschnitten aber die beiden Aufnahmen darüber sind nahezu perfekt.

    Das Optimum spiegelt für mich das Bild darüber wider. Das Hochformat in seinem unkonventionellem Winkel untermalt den Ausdruck des Stolzes. Selbstbewusst und mit festem Blick zeigt er sich von seiner schönsten Seite.

    Eine ebenso schöne Momentaufnahme habt ihr beim Befliegen der Blüten aufgenommen. Das Motiv des schwarzen Kolibries zum Zeitpunkt seiner Nahrungsaufnahme ist einfach wundervoll.

    Gesamt gefällt mir dieser Beitrag mit am besten, da die Mischung der Facetten am größten ist. Über weite Landschaften zum engen Tropenwald. Von Fauna zur Flora. Von statischen Augenblicken zu dynamischen Momenten. Von Weitwinkel zu Makro und von Tiefenschärfe zum Pixelbrei im ersten Bild. Auch ein Einblick hinter die Kamera ist dabei.

    Es seien jedoch nicht nur die Bilder zu kritisieren, sondern auch die schriftlichen Zusätze. Gesamt fällt diese positiv aus, denn es wurde nicht zu viel aber auch nicht zu wenig verfasst. Es ist natürlich und locker geschrieben und erinnert an keine Werbeseite, professionelle Doku oder geschwollenes Bla. Es gibt einen umfassenden und vernüftigen Eindruck über diese wundervolle Natur.

    Bleibt nur nochmals an den Tipp zu erinnern, dass es toll wäre die Bildinformationen (ISO, Blende usw…) mit anzugeben und die Seite zusätzlich in Englisch zu verfassen.

    Ansonsten nochmals einen fetten Dank an euch Beide für diese tollen Eindrücke.

    Liebe Grüße

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